Donnerstag, 19. Januar 2017

Die Sprache unserer Kleidung - Teil1

nach dem gleichnamigen Buch von Elizabeth Rice Handford)

Ich sitze in einer Gemeinde und wenn ich mich so umschaue, sehe ich allerlei verschiedene Menschen. Da bin ich, gekleidet im langen Kleid und mit Häubchen, andere Frauen tragen einen Hosenanzug, wieder andere sind herausgeputzt mit Perlenketten und Highheels. Dazwischen sitzen junge Mädchen mit Hotpans und Tanktop, daneben ein Teenie mit hautengen Jeans und "Jesus liebt mich" Shirt.
Jede dieser Frauen sieht Gottes Wort als wahr und unumstößlich an. Woher kommt dann diese Vielfalt? Ist es für Gott überhaupt interessant was wir anziehen?

Wer diese Artikelreihe liest, sollte dies auf jeden Fall ohne Vorurteile tun und dieses Thema mit offenem Herzen betrachten. Wer nicht bereit ist seine Einstellung dahingehend zu überdenken, sollte vielleicht lieber weiter blättern.

Nun aber wieder zur Fragestellung zurück.
Hat unsere Kleidung für Gott überhaupt einen Wert?

Es ist ein warmer Abend, die Sonne taucht den Himmel in flüssiges Gold und durch einen wunderschönen Garten laufen Adam, Eva und Gott sich unterhaltend umher. Wahrscheinlich lachen sie miteinander und erfreuen sich an der Schönheit der Schöpfung. Doch eines Tages findet diese schöne Zeit ein jähes Ende. Gott kommt in den Garten und sucht Adam. Er ruft nach ihm und dann steht er da, welkende Blätter hat er sich notdürftig angelegt um seine Nacktheit zu verstecken, sie ist ihm unangenehm. 
An diesem ersten Auftauchen von Kleidung wird die Sünde bildhaft. Sie verrät Adam und sein Verstoß gegen Gottes Gebot. Und dann setzt sich Gott selbst hin und schafft dem Menschen Kleidung, die das Sinnbild seiner Sündhaftigkeit, nämlich seine Scham bedeckt. Wir können uns vorstellen, wie er in der Selben Hingabe, wie er den Menschen geschaffen hat, ihm auch die erste Kleidung schafft.
An dieser Begebenheit erkennen wir, das Gott, schon zu Beginn viel Wert auf die Kleidung legte. Schauen wir doch malgenau hin.

1. Die erste Kleidung machte Gott selbst und bedeckte damit das Sinnbild der Sünde, denn an der Bedeckung sah er die Sünde des Menschen.

2. Vor der Sünde lag kein Problem in der Nacktheit vor, erst mit der Sünde wurde die Nacktheit zu dem Problem. Mit der Sünde kam die Scham, aber auch die Lüsternheit. Die Sünde hat die Herrlichkeit des Gottgeschaffene Körpers zum Einfallstor des Satans gemacht. Daher ist es nur nachvollziehbar, dass ein schamhaftes Äußeres, welches der Sünde entgegen steht, Gottgefällig ist.

Kleidung als Zeichen von Gruppenzugehörigkeit und Herzenshaltung





Wenn wir auf die Schulhöfe unserer Kinder schauen, sehen wir sofort auf einen Blick wie wichtig Kleidung ist, um eine Gruppenzugehörigkeit zu symbolisieren.
Da stehen die HipHopper mit Capi und Trainingshosen, die Gothics, die ganz in schwarz gehüllt sind oder die Punker, die bewusst abgeranzt sind, mit bunten Haaren, Springer Stiefeln und Piercings. Wenn jetzt jemand durch die Tür auf den Hof tritt, sehen wir sofort zu welcher Gruppe er gehört, aber nicht nur das. Wir sehen an der Kleidung auch, welche Einstellung er hat. So lehnen Punker zum Beispiel auch mit ihrem Äußeren die Spießigkeit und Normen der Eltern ab und drücken dieses auch an ihrer Kleidung aus.
Anscheinend ist unsere Kleidung mehr als nur Verhüllung. Sie ist ein Sinnbild unseres gesellschaftlichen Standes und unserer Gesinnung. Mit ihr zeigen wir wer wir sind. Nicht um sonst heißt es Kleider machen Leute.
Wenn man das betrachtet, wird auch klar, dass es auch so was wie eine Christenuniform geben sollte mit der wir die Gangmitgliedschaft mit Gott symbolisieren.
Jeden Tag beurteilen wir Menschen anhand ihres Äußeren, sogar Ärzte merken daran den Fortschritt eines Patienten, wenn er sich wieder um sein Äußeres kümmert.
Wenn nun unsere Kleidung so viel über unsere Haltung ausdrückt, was wollen wir damit zeigen? Auf welcher Seite stehen wir?

Gott liebt schöne Dinge

Denken wir doch mal daran, wie viel Liebe Gott in seine Schöpfung gesteckt hat. Mit wie vielen Details hat er sie doch versehen, um sie so schön zu machen, dass wir sie trotz aller Kunstfertigkeit nicht abbilden können.
Allein über die Schönheit der Schöpfung und Gottes Liebe für Schönheit könnte ich Stunden schreiben ohne ein Ende zu finden. 
Diesen Sinn für Schönheit hat und Gott ins Herz gelegt. Wir streben nach der Schönheit, nach der Vollkommenheit, weil die vollkommene Schönheit allein bei Gott zu finden ist. Unser Streben danach ist ein Ausdruck der Sehnsucht nach Gott.

Gott ist ein Gott der schönen Dinge. Das sehen wir schon allein daran, wie viel Zeit und Mühe er auf sich genommen hat um zu bestimmen, wie die Gewänder der Priester für das Heiligtum gemacht werden. Verziert sind sie mit Stickereien und edlen Stoffen. Mit dieser Aufwendigen Schönheit zeigt und Gott, dass die Schönheit allein schon göttlich ist und auch wir uns mit dieser Schönheit schmücken sollen.
Nun zeigt uns die Schrift aber auch gleich, dass die Schönheit für Gott nicht darin besteht, das wir uns aufbrezeln. Gottes Wert liegt eher darauf, dass wir die von ihm gegebene Schönheit zeigen. So mussten sich die Israeliten zum Beispiel waschen, auch ihre Kleidung, bevor Gott zu ihnen herab kam und ihnen das Gesetz zu bringen. Auch für die Priester gab es extra Waschbecken, damit sie vor der Opferung rein und sauber sind (2. Mose 30, 17-20)

All diese Beispiele zeigen uns, dass Gott die von ihm geschaffene Schönheit sehen will. Wir sollen uns pflegen und unsere Geistlichkeit nicht mit betonter Hässlichkeit bezeugen (Vgl Mt 6, 17-18). Ganz im Gegenteil, wenn wir nachlässig im Bezug auf unser Äußeres sind, so zeugen wir von fleischlichen Wandel, nämlich von Faulheit und Undiszipliniertheit.

Jetzt könnte man natürlich sagen, dass dies ein Pladoye für Schmuck und Prunk ist, aber genau darum geht es Gott nicht. In der Schrift sehen wir im Gegenteil, dass die Frauen, die sich geschmückt haben meist ihren Schmuck zur Verführung oder Unehre anlegten. So trug zum Beispiel die Frau von Hosea Ohrringe und Juwelen um ihren Liebhaber attraktiv zu erscheinen (Hos 2,13). Judas Schwiegertochter, Tamar, zog Hurengewand an (1. Mose 38, 14+15)
Dagegen stehen die Menschen, die nach der Buße Gottes suchten. Sie schmückten sich nicht, sondern verliehen der Sündhaftigkeit ihres Inneren einen äußeren Anstrich. Auch dies kann man in Kleidung (Sack und Asche) ausdrücken (Vgl Dan 9,3 und 2.Mose 33, 4+6)


Zusammengefasst kann man sagen, dass Gott sehr viel Wert auf unser Äußeres Erscheinungsbild legt. Wir sollen das Sinnbild der Sündhaftigkeit umhüllen und bedecken, aber trotz allem die Schönheit der göttlichen Schöpfung zum Ausdruck bringen. Nicht mit Schamlosigkeit ehren wir Gott, aber auch nicht mit bewusster Hässlichkeit. Unser Äußeres soll unser Inneres hervorkehren und unsere Zugehörigkeit zu Gott ausdrücken. Das ist es, was unsere Kleidung aussagen soll.

Sonntag, 15. Januar 2017

Falsch verstandene Unterordnung

Immer wieder begegnet mir unter Christen das Phänomen, dass die Leute das Wort Unterordnung in einem sehr verdehten Zusammenhang setzen. Für viele ist Unterordnung gleichbedeutend mit Unterdrückung, Beherrschung oder dem Punkt man dürfe keine eigene Meinung mehr haben. Auch im Duden wir Unterordnung mit Unterwürfigkeit gleichgesetzt. Aber was ist, wenn diese Wort durch eine geschichtlich-feministisch verdrehte Weltanschauung einfach falsch verstanden wird?

Ja, die Schrift sagt uns "Frauen, ordnet euch euren Männern unter, als wie dem Herrn." (Epheser 5,22) Natürlich kann man diese Aufforderung nach dem Motto verstehen "Frau, mach Essen, putze das Haus und halt die Klappe", aber was dabei nicht beachtet wird ist der Zusatz als wie dem Herrn.
Die Unterordnung unter unseren Herrn Jesus Christus hat nichts mit Unterdrückung gemeinsam. Sie ist geprägt von einer hingebungsvollen Liebe, die blind vertraut und keine Forderungen stellt, sondern ohne Last demütig ist. Es ist eine von Herzen schöne und vollkommene Unterordnung, die in keiner Weise schwer fällt, wenn man den Herrn von ganzem Herzen liebt. 
Würde jemand auf die Idee kommen zu sagen, dass er von Jesus unterdrückt wird? Und doch ordnen wir uns ihm und seinem Wort unter.



Wenn wir in diesem Zusammenhang gleich noch die Aufforderung an die Männer liest "Männer liebt eure Frauen gleichwie Christus die Gemeinde geliebt hat und sich für sie hingegeben hat" (Eph 5,25) , dann verstehen wir, dass auch der Mann in keiner Weise die Frau zu unterdrücken hat. Nein, ganz im Gegenteil, er soll sich für sie aufopfern und sich voll Liebe ganz und gar für seine Frau hingeben, so wie Christus es für uns alle getan hat.

Das Bild einer Ehe die im Brief an die Epheser gezeichnet wird, hat nichts mit Ungerechtigkeit, Unterdrückung oder Leid zu tun, sondern mit einer Liebe, die gefüllt ist mit Repekt, Hingabe, Aufopferung und Bedingungslosigkeit.
Wie kann man denn ein solches Bild, welches Gott in Christus perfekt dargestellt hat mit einer Darstellung eines Paschas verunglimpfen, der seine Frau über alle Maße emotional quält und unterdrückt.

Es gibt keine schönere Liebe, als die, die sich in der Selbsterniedrigung ausdrückt, wie es Christus selbst aussprach "Wer sich selbst erniedrigt wird erhöht werden." (Mt 23,12) 
Wie wertvoll also für unser eigenes geistiges Wachstum ist es, dass wir uns ganz aus freien Stücken unter unseren Mann stellen? Damit werden wir zum tragenden Pfeiler der Familie, weil unser Mann sich auf uns stützen kann, wenn er strauchelt. Wir halten, während er trägt und führt und so wird aus zwei Individuen eine Einheit, die jedem Sturm standhalten kann.

Mittwoch, 11. Januar 2017

So schön kann sittsam sein



Ich wollte euch einmal eine Sammlung von sittsamen Outfits zusammen stellen, denn ich weis noch, wie schwer es mir am Anfang fiel wirklich schick und modest zu sein. so geht es ganz schnell








Montag, 19. Dezember 2016

Wer unbedacht schwatzt, der verletzt wie ein durchbohrendes Schwert; die Zunge der Weisen aber ist heilsam

Hallo ihr Lieben,
unsere Reise ist ja jetzt schon ein paar Tage vorbei und vielleicht habt ihr reflektiert und geschaut, wie sich die wilde Fahrt auf euren Alltag ausgewirkt habt. Natürlich würden mich eure Erlebnisse dieser Zeit brennend interessieren und ich würde mich über Nachrichten von euch freuen. 
Ich musste mich nach den anstrengenden Tagen selbst erst einmal wieder sammeln und einige liegengebliebene Aufgaben erledigen, aber heute melde ich mich zurück in alter Frische mit einem Thema, was für viele von uns bestimmt nicht immer leicht ist um zu setzen.

Ich lese zur Zeit in den Sprüchen. Das erste Mal ist es, dass ich mich bewusst ausschließlich damit beschäftige. Dabei spielt auch der Gedanke eine Rolle, dass ich meine Kinder mit Hilfe der Sprüche belehren und erziehen möchte. Mir fiel dabei auf, wie oft Salomon davon spricht, dass wir unsere Zunge hüten sollen.



Die Zunge (oder in unserer Zeit auch die Tastatur) ist unsere stärkste Waffe Sie kann und wird über Sieg oder Niederlage entscheiden und sie ist die Richtschnur an der wir gemessen werden.
Oft neigen wir dazu mit unserem Schwert alles nieder zu mähen und wundern uns, warum so viel böses Blut auf unseren Wegen übrig bleibt. Mir wurde erst heute wieder bewusst, wie achtsam wir mit unseren Worten sein müssen, denn sie können trösten, aber auch verletzen. (Sprüche 12,18)

Vor Wochen erklärte ich meinen Söhnen, dass wir Weihnachtsbäume nicht gut finden, weil sie aus heidnischen Götzendienst stammen und das wir deshalb keinen Weihnachtsbaum aufstellen wollen. Was ich dabei nicht bedachte ist, dass meine Schwiegereltern, die ungläubig sind, auf einen Weihnachtsbaum bestehen.
Nun versuch einmal einen vierjährigen Jungen, der mit ganzem Herzen für Jesus brennt zu erklären, dass er eher verletzt als überzeugt, wenn er der Oma immer wieder Götzendienst vorwirft. 
Natürlich hat er Recht, aber Recht haben und Menschen zu Jesus bringen sind manchmal zwei getrennte paar Schuhe.
So muss ich ihm erklären, dass er lernen muss nicht immer mit der Wahrheit ein zu fallen, wie mit der Tür ins Haus, aber er auch die Wahrheit nicht verdrehen darf um den Menschen kein Anstoß zu sein. Er muss lernen den geistigen Stand des Gegenübers zu beachten Eine fast unmögliche Aufgabe das einem vierjährigen zu erklären und bei zu bringen.

So geht es aber nicht nur einem kleinen Jungen, sondern auch wir als erwachsene Frauen müssen daran wachsen und lernen unsere Zunge zu zügeln.
Als ich zum Beispiel das Headcovering für mich als wahr ausmachte, neigte ich dazu es jedem auf die Nase zu binden. Das ist nicht immer ganz gut angekommen und ich war in vielen Christengruppen nicht mehr so gern gesehen.
Warum war das so?
Ich hatte meinen Wissenstand als das Maß der Dinge angenommen und natürlich ist es richtig seinen Kopf zu bedecken, aber der Ton macht die Musik.

Wisst ihr, womit ich am meisten die Frauen anleiten konnte? Indem ich immer versucht habe mit Liebe und Demut zu sprechen (oder zu schreiben) und sie habe bestehen lassen. So habe ich viele liebe Freunde und Bekannte gefunden, denn ich hörte auf es ihnen auf zu zwingen, sondern ich erklärte ohne sie an zu greifen meine Sicht.
Manchmal ist es klüger sich selbst zurück zu nehmen und den anderen  nicht in die Ecke zu drängen.

Wenn wir unsere Antwort erst wahrlich überdenken und aus der Sicht unseres Gegenübers betrachten, dann wird unser Schwert bald nicht mehr zerhacken, sondern eher wie eine Nadel mit sanften Stichen zusammen fügen.

Donnerstag, 8. Dezember 2016

Der Weg zur gottgefälligen Frau – Tag 29

Wir sind wirklich viel beschäftigte Frauen, haben wenn wir etwas tun wahrscheinlich schon drei weitere Sachen im Kopf, die noch zu erledigen sind, aber wisst ihr, das aller Wichtigste haben wir noch garnicht richtig bedacht, das Wort Gottes.

Natürlich ist es schwer in unserem Alltag auch das noch unter zu kriegen und viele werden sich wahrscheinlich abends hin setzen und in ihrer Bibel lesen, daran ist auch erstmal nichts verwerfliches. Wir könnten es aber auch versuchen, wenn wir uns unsere wohlverdiente Kaffeepause gönnen, gleichzeitig uns, und wenn es nur 5 Minuten sind, unsere Bibel zur Hand nehmen. In diesen fünf Minuten schaffen wir ein Kapitel zu lesen und uns unsere Gedanken dazu zu machen. Oder wie wäre es, ihr holt euch ein Notizbuch, ein Schreibheft oder ein Block und führt Glaubenstagebuch?

Ich habe mir vor ein paar Wochen eines gekauft. Zwar schreibe ich nicht jeden Tag, aber schon allein, wenn ich es sehe denke ich daran, dass Gott seine Zeit in meinem Alltag braucht und fordert.



Ich muss in diesem Zusammenhang immer an Maria und Martha denken und deshalb ist die auch der letzte Vers mit dem wir uns beschäftigen.


Martha und Maria

38 Es begab sich aber, als sie weiterreisten, daß er in ein gewisses Dorf kam; und eine Frau namens Martha nahm ihn auf in ihr Haus.
39 Und diese hatte eine Schwester, welche Maria hieß; die setzte sich zu Jesu Füßen und hörte seinem Wort zu.
40 Martha aber machte sich viel zu schaffen mit der Bedienung. Und sie trat herzu und sprach: Herr, kümmerst du dich nicht darum, daß mich meine Schwester allein dienen läßt? Sage ihr doch, daß sie mir hilft!
41 Jesus aber antwortete und sprach zu ihr: Martha, Martha, du machst dir Sorge und Unruhe um vieles;
42 eines aber ist not. Maria aber hat das gute Teil erwählt; das soll nicht von ihr genommen werden!



Auch wir sollen uns, wenn wir die Entscheidung haben immer erst einmal für Gott entscheiden. Es ist nicht so wichtig, das der Aufwasch sofort erledigt wird, solang wir ihn überhaupt erledigen. Zudem leben wir, indem wir Gott die Zeit in unserem Alltag einräumen, auch unseren Kindern vor, wie wichtig es ist immer Zeit für Gott zu haben.

Nehmt euch die Zeit mit ihnen zu beten. Bevor ihr auf Arbeit hetzt, betet mit der Familie. Nehmt euch auch die Zeit zumindest einen kurzen Abschnitt, einen Psalm oder auch nur ein-zwei Verse am morgen zu lesen, denn darauf liegt Segen und ihr werdet spüren, wie ihr Gott näher kommt und wie ihr gestärkt durch den Tag geht.

Vergesst das wichtige Teil nicht.

Mittwoch, 7. Dezember 2016

Der Weg zur gottgefälligen Frau – Tag 28

23 Und alles, was ihr tut, das tut von Herzen, als für den Herrn und nicht für Menschen,
24 da ihr wisst, dass ihr von dem Herrn zum Lohn das Erbe empfangen werdet; denn ihr dient Christus, dem Herrn!


Unser Vers des Tages stammt aus Kolosser 3. Wie sieht denn unsere Herzenshaltung aus?
Oft plätschert der Tag so vor sich hin. Wir arbeiten, kochen, kümmern und um Mann und Kinder, das Haus, den Garten. Wir machen eben, was so anfällt und abends lesen wir in der Bibel, beschäftigen uns mit Gott und dann gehen wir irgendwann ins Bett. Am nächsten Morgen stehen wir auf und der Tag beginnt von Neuem. Daran ist an sich auch nichts verwerfliches, aber wenn man sich den heutigen Tagesvers anschaut, dann verändert sich zumindest für mich vieles an dem Ablauf des Tages.



Natülich arbeite ich, aber ich arbeite für Gott. Ich kümmere mich auch um Mann, Kinder, das Haus, den Garten, aber ich tue das für Gott, weil er sie mir als Menschen in meinem Leben anvertraut hat. Ich tue Alles was so anfällt, aber ich tue es, weil es meine Art des Dienstes am Herrn ist und weil es für Gott genau so wichtig ist, das ich die Familie versorge, wie dass die Menschen in Uganda medizinisch und geistlich versorgt werden.

Meine Aufgabe scheint manchmal so klein und unbedeutend zu sein, aber egal wie klein sie doch ist, für Gott ist jeder Dienst ein wichtiger, ein großer Dienst. Er misst nicht mit weltlichen Maßstäben, sondern er misst uns daran, wie wir unsere Dienste ausfüllen.


Es kann Menschen geben, die führen in der Gemeinde den Chor, das Orchester, einen Bibelkreis, aber sie tun es nicht mit ihrem ganzen Herzen für Gott und dann ist da jemand, der kommt vielleicht nur alle zwei Wochen zum Gottesdienst, weil die Pflege der Eltern es nicht anders erlaubt oder die Mutter, die nur 20 Minuten des zweistündigen Gottesdienstes wirklich aufmerksam ist, weil sie gerade ein kleines Baby hat und das viel Aufmerksamkeit braucht, aber diese Menschen tuen Alles mit Freude und von Herzen gern, weil sie die Aufgaben von Gott zugedacht bekommen haben. Über wen wird sich der Herr wohl mehr freuen?


Prüft euch und eure Herzen. Für wen tut ihr all eure Aufgaben? Für euch und die Welt oder tut ihr es allein um Gott die Ehre zu geben?

Dienstag, 6. Dezember 2016

Der Weg zur gottgefälligen Frau – Tag 27

Hallo meine Lieben

Zuerst einmalmöchte ich mich entschuldigen. Ich musste mir zwei freie Tage nehmen, um ersteinmal wieder meine Gedanken zu sammeln um mit frischem Mut an die letzten Tage heran zu gehen.

Heute ist ein für mich sehr wichtiger Vers an der Reihe. Er ist wichtig für mich, weil ich denke, er zeigt uns sehr genau auf, was der Herr erwartet von einer gottgefälligen Frau, aber schauen wir ihn doch erst mal an, es ist aus dem 
1. Timotheus, Kapitel 5

„9 Eine Witwe soll nur in die Liste eingetragen werden, wenn sie nicht weniger als 60 Jahre alt ist, die Frau eines Mannes war
10 und ein Zeugnis guter Werke hat; wenn sie Kinder aufgezogen, Gastfreundschaft geübt, die Füße der Heiligen gewaschen, Bedrängten geholfen hat, wenn sie sich jedem guten Werk gewidmet hat.“




In diesen zwei Versen steht geschrieben, was die Aufgabe einer Frau ist.

Wir sollen unsere Kinder aufziehen, am Besten natürlich zu gottgefälligen Menschen und ihnen wie in Mose geschrieben das Wort Gottes einschärfen, wo wir stehen und gehen. Um das zu tun müssen wir zuerst aber auch selbst das Wort Gottes in unserem Herzen tragen, es studieren, es prüfen und unser Herz zu ihm wenden. Wie sonst wollen wir es unseren Kindern beibringen.


Eine Frau, die in den Augen Gottes schön ist, ist gastfreundlich und wird sich niemals scheuen Menschen in ihr Haus ein zu laden. Das heißt, nicht nur an Festtagen soll unser Haus offen stehen, sondern zu jeder Zeit.
Gastfreundschaft äußert sich nicht darin, dass man immer große Festmahle auftischt, Kuchen backt und Aufwand betreibt. Wahrhaftige Gastfreundschaft zeigt sich darin, dass man auch, wenn man nur ein wenig Wurst und Brot im Haus hat dieses mit offenen Händen und Herzen teilt. Ein Tisch wird nämlich nicht durch das, was darauf ist zur Tafel, sondern durch die, die daran sitzen. Nicht der Aufwand, der betrieben wird macht dich zur Gastgeberin, sondern die Liebe mit der du es gibst.


Wir sollen den Heiligen die Füße waschen. Darüber muss ich irgendwann mal einen extra Beitrag schreiben, aber ich möchte so viel dazu sagen. Jesus gab uns die Anweisung unseren Geschwistern die Füße zu waschen und es ihm gleich zu tun. Versucht es mal, es wird nicht nur euren Horizont erweitern, sondern es wird euch lehren, was wahrhafte Demut gegenüber deines Nächsten bedeutet. Für mich ist es immer wieder das größte Geschenk der Liebe, das ich meinen Geschwistern geben kann.


Die nächste Frage, die aus diesem Abschnitt hervor geht ist, helfen wir den Bedrängten? Stehen wir denen bei, die es nicht so leicht haben? Aber auch scheuen wir uns nicht in brenzligen Situationen für die Menschen auf der Straße ein zu treten?


Und nun das letzte. Widmen wir uns wirklich alle Zeit den guten Werken? Ist unser Herz wirklich so offen, dass wir die Momente sehen, in dem unsere guten Werke gefragt sind?
Zum Beispiel, wenn wir einkaufen sind, trage wir der alten Dame, die vor uns an der Kasse stand ihre schweren Einkäufe zum Auto?
Wenn wir in de Gemeinde sind, nehmen wir der gestressten Mama von der hintersten Reihe ihr Baby ab, damit sie mal 10 oder 20 Minuten hat Gottes Wort zu lauschen und ihr Kind in guten Händen weis?
Halten wir den Fahrstuhl an, damit die Mama mit Kinderwagen oder der Rollstuhlfahrer noch einsteigen kann und steigen vielleicht sogar aus, damit sie auch genügend Platz im Fahrstuhl haben?


Sehen wir diese Momente und ist unser Herz bereit jede Minute unseres Leben unserem Nächsten zu dienen, auch mit solchen kleinen Gesten?